Gewohnheitstier

Januar 17, 2022

Hast du dein Vorhaben nun schon einmal durchleuchtet und hast die Fragen von letzter Woche mal durch gearbeitet?

Wenn ja, super!
Wenn nicht, auch nicht schlimm.

Du willst dich aber verändern? Oder etwas Neues erreichen? Dann macht es auf jeden Fall Sinn, dir Zeit für die Fragen zu nehmen.

Aber du kennst vielleicht die Stimme in dir, die sagt „Ach, so ein Schmarrn! Ich mach das einfach so!“

In meinem Büro hängt eine wunderbare Karte mit

„Kannste so machen, dann wird’s halt kacke!“ 

Wie sagt man so schön? „Der Mensch ist ein Gewohnheitstier!“ und genau dieses Tier stellt sich gerne gegen jedwede Veränderung! Es mag seinen Alltag, seine Gewohnheiten, seine Eigenarten! Dieses Etwas in uns ist nämlich faul oder sagen wir mal eher… energiesparend unterwegs.

Unsere Vorfahren, zum Beispiel die Neandertaler, brauchten Rituale und Gewohnheiten, da dies in ihrem Leben Sicherheit bedeutete. Vor 100.000 Jahren war alles Neue, erst einmal sehr gefährlich und das Erlernen neuer Tätigkeiten, neuer Situationen anstrengend. 

Wir kennen das auch noch heute von uns!

Wir wissen, dass 3 mal die Woche 5 km laufen unserem Herz-Kreislauf-System, unserer Figur und unserer mentalen Gesundheit sehr gut tun würde. 

Aber der Aufwand überhaupt auf 5 km zu kommen und dies auch noch 3 mal die Woche! Bevor ich die Laufschuhe an habe, höre schon die Couch „Komm zu mir!“ und denke „Ok, morgen! Aber morgen gehe ich wirklich!“

Warum ist das so?

Unser Gehirn ist wirklich energiesparend unterwegs. Das Datennetz zwischen unseren Ohren ist sehr fragil, alles was nicht ständig gebraucht wird, wird gestrichen, einfach abgebaut! So bleibt mehr Kapazität für die Dinge, die wir ständig tun. Dort wird die Leitung dann immer kräftiger und die Impulse/Datenmengen fließen schneller.

Eine neue Leitung ist anfangs noch sehr dünn und der Aufbau kostet viel Energie. 

Die „Projektmanager“ sitzen quasi auf heißen Stühlen und sollten sie keinen gescheiten Businessplan vorlegen können, dann sind die schnell gefeuert!

Jetzt stell dir vor, du möchtest wirklich mit „Laufen“ anfangen!

Erstelle zunächst einen Businessplan! Gib dir Antworten auf die Fragen im letzten Beitrag! Male dein Ziel in bunten Farben aus, zeichne oder male es tatsächlich auf Papier, verbinde dieses Ziel mit deinen Emotionen, die sich zeigen. 

Und nun überliste dein Gehirn: 
Mach den kleinst möglichen Schritt! Ich sage gerne den ersten Mini-Mäuse-Schritt! 
Dieser sollte wirklich so wenig wie möglich Energie benötigen.

Ein Beispiel

Ich hatte letztes Jahr den Wunsch wieder mit Joggen anzufangen. Die Jahre zuvor gab es einige Anläufe, bin aber nie dran geblieben. 
Ich überlegte mir als nun genau, wie ich es diesmal angehen möchte. 
Zunächst holte ich mir Hilfe!

… und zwar in Form einer App! Ich installierte mir eine Laufapp, mit der ich innerhalb von 3 Monaten auf 5 km kommen wollte. 
Diese App machte es mir wirklich einfach!

Zunächst startete ich mit 5 Minuten strammen Gehen, dann eine Minute Joggen, danach eine Minute Gehen und das ganze 6 mal mit abschließendem 5 Minuten strammen Gehen! 
Ich war so 21 Minuten unterwegs und hatte weder Atemnot noch Muskelkater anderntags. 
Es war einfach großartig! 

Davon erzählte ich meiner Freundin Bine und meine Begeisterung schwappte über und wir zwei liefen von Februar bis in den Sommer hinein 3 mal die Woche!

Wir schickten uns jeweils unsere Läufe per WhatsApp und feierten jeden geschafften Lauf! Heute laufe ich die 5 km locker und habe somit mein Ziel erreicht.

Was ist dein Ziel/Wunsch oder deine Vision für dieses Jahr? 
Schreibe mir auf Facebook oder Insta

Ich bin sehr gespannt auf eure Ideen!


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Claudia Zock
Coaching - psych. Beratung
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